Fränkischer Erfindergeist trifft Kreativität und Innovation
Frühe Ideen, Prototypen und praktische Innovationen aus Franken sichtbar machen – und herausfinden, was sie für ihren nächsten Entwicklungsschritt brauchen.
Der Peter-Henlein-Preis 2026 zeichnet fränkischen Erfindergeist aus. Die KulturGilde interessiert dabei gemeinsam mit der Peter-Henlein-Gesellschaft zunehmend auch die Frage, was zwischen einer guten Idee und ihrer erfolgreichen Anwendung fehlt.
Was braucht Ihre Innovation als Nächstes?
Eine gute Idee braucht nicht immer dasselbe. Manchmal fehlt ein Entwicklungspartner. Manchmal ein erster Anwender, eine Testumgebung oder wissenschaftliche Expertise. Bei einer anderen Entwicklung geht es bereits um Produktion, Skalierung oder Marktzugang.
Deshalb möchten KulturGilde und Peter-Henlein-Gesellschaft nicht nur wissen, was neu ist. Uns interessiert auch: Wo steht Ihre Entwicklung heute – und was würde ihr als Nächstes tatsächlich weiterhelfen?
Gerade die Kultur- und Kreativwirtschaft kann dabei unterschiedliche Rollen übernehmen: Sie entwickelt selbst Innovationen, verbindet Technologie mit Nutzerperspektiven und kann zugleich Entwicklungspartner für Innovationen aus anderen Wirtschaftsbereichen sein.
Entwicklung
Technische, digitale, gestalterische oder konzeptionelle Weiterentwicklung.
Pilot & Erprobung
Ein erster realer Anwendungsort oder geeigneter Testpartner.
Forschung & Evaluation
Fachliche Expertise, wissenschaftliche Begleitung oder Validierung.
Produktion
Vom funktionierenden Prototyp zur belastbaren Herstellung.
Skalierung
Eine funktionierende Lösung auf weitere Anwendungen, Kunden oder Standorte übertragen.
Markt & Anwendung
Zugang zu Anwendern, Kunden oder geeigneten Kooperationspartnern.
Raum
Meetingraum, Werkstatt, Lager, Testfläche oder temporärer Projektraum für Entwicklung und Erprobung.
Mikrofinanzierung
Ein überschaubares Budget für Prototypen, Technik, Tests, externe Leistungen oder erste Markt- und Kommunikationsmaßnahmen.
Die KulturGilde und die Peter-Henlein-Gesellschaft können diese Bedarfe nicht in jedem Fall selbst lösen. Raum und Mikrofinanzierung werden beispielsweise nicht automatisch bereitgestellt. Wo es sinnvoll ist, prüfen wir aber, ob sich über unsere Netzwerke, Kommunen, Unternehmen, Museen, Wirtschaftsförderungen oder Förderprogramme geeignete Kontakte, Räume oder Finanzierungsmöglichkeiten ergeben.
Innovation aus der Kultur- und Kreativwirtschaft
Der Peter-Henlein-Preis ist kein reiner Technikpreis. Interessant können beispielsweise Entwicklungen aus folgenden Bereichen sein:
- Games und Serious Games
- Software
- digitale Anwendungen
- XR / VR / AR
- Design
- Medientechnik
- Film- und Audiotechnik
- neue Werkzeuge für Kreativarbeit
- Veranstaltungs- und Bühnentechnik
- Publishing
- Vermittlungssysteme
- Interaktionsdesign
- neue Produktionsverfahren
- KI-Anwendungen
- Barrierefreiheit und Teilhabe
- innovative Geschäfts- oder Prozesslösungen
Nicht jede kreative Idee ist automatisch eine Innovation im Sinne des Preises. Entscheidend ist eine erkennbare neue Lösung, Entwicklung oder Anwendung – über ein einzelnes Projekt hinaus.
Vielleicht habt ihr längst etwas entwickelt.
Viele Innovationen der Kultur- und Kreativwirtschaft entstehen zunächst nicht als eigenes Produkt. Sie entstehen, weil für einen Auftrag, eine Produktion, ein Publikum oder einen Arbeitsprozess noch keine passende Lösung existiert.
Genau dort lohnt sich ein zweiter Blick.
Design & neue Produkte
Ein neues Produkt, eine besondere Materialanwendung, ein modulares System, eine Verpackung, ein Möbelstück, ein Interface oder eine Gestaltungslösung, die ein konkretes Problem anders löst.
Games, Software & digitale Anwendungen
Ein neues Spielprinzip, ein digitales Werkzeug, eine Softwarelösung, ein Interaktionskonzept, eine KI-Anwendung, ein Interface oder eine Verbindung zwischen analoger und digitaler Welt. Entscheidend ist die eigene Entwicklung – die bloße Nutzung einer bestehenden Software oder eines KI-Tools reicht nicht aus.
Film & Medienproduktion
Neue Produktionsverfahren, Werkzeuge für Dreharbeiten oder Postproduktion, virtuelle Produktion, Aufnahmeverfahren, Animation, Distribution oder neue Lösungen für Produktionsabläufe.
Bühne, Veranstaltung & Live-Erlebnis
Neue Lösungen für Bühnentechnik, Auf- und Abbau, Besucherführung, Sicherheit, Barrierefreiheit, Licht, Ton, Interaktion oder hybride Veranstaltungen.
Museen, kulturelles Erbe & Vermittlung
Digitale oder analoge Vermittlungswerkzeuge, Ausstellungssysteme, Anwendungen für historische Orte, VR- und AR-Lösungen, interaktive Formate oder neue Möglichkeiten, Sammlungen zugänglich zu machen.
Spezialseite für MuseenMusik & Audio
Neue Instrumente, Interfaces, Produktionswerkzeuge, Bühnentechnik, Audioanwendungen oder Verfahren für Aufnahme, Bearbeitung und Wiedergabe.
Buch, Presse & Publishing
Neue Publikationsformen, Werkzeuge für Herstellung und Distribution, digitale Anwendungen, Leserinteraktion oder Lösungen für Verlage, Autorinnen und Autoren sowie Redaktionen.
Architektur & Gestaltung von Räumen
Neue Bauteile, Materialien, Planungshilfen, digitale Werkzeuge, Nutzungskonzepte oder Lösungen für temporäre und wandelbare Räume.
Werbung & Kommunikation
Eigene technologische oder methodische Entwicklungen, Kommunikationswerkzeuge, datenbasierte Anwendungen, interaktive Systeme oder neue Möglichkeiten, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln.
Kreative Lösungen für andere Branchen
Viele Entwicklungen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft wirken über die eigene Branche hinaus. Auch solche Übertragungen können für den Peter-Henlein-Preis interessant sein.
Game Design
kann Lernen oder Maschinenbedienung verändern.
Design
kann medizinische Produkte verständlicher machen.
Medienproduktion
kann industrielle Prozesse dokumentieren.
Virtual Reality
kann Ausbildung und Training ermöglichen.
Ausstellungsgestaltung
kann Forschung vermitteln.
Storytelling
kann komplexe technische Zusammenhänge zugänglich machen.
Zeigen Sie uns zunächst, woran Sie arbeiten.
Für einen ersten Kontakt brauchen Sie keine fertige Wettbewerbspräsentation. Ein paar Informationen genügen:
- Was entwickeln Sie?
- Welches Problem lösen Sie?
- Wo steht die Entwicklung?
- Und vor allem: Was fehlt für den nächsten Schritt?
Wenn Ihre Entwicklung die Voraussetzungen des Peter-Henlein-Preises 2026 erfüllt, können wir anschließend gemeinsam prüfen, ob eine Teilnahme am diesjährigen Auswahlverfahren sinnvoll ist.
Zwei Wege, eine Frage
Innovation vorstellen
Niedrigschwelliger Kontakt. Wir prüfen gemeinsam, wo Ihre Entwicklung steht und was sie als Nächstes braucht.
Für den Peter-Henlein-Preis bewerben
Das formale Auswahlverfahren 2026: Teilnahme, regionaler Bezug, Einreichungsschluss, regionaler Vorentscheid, Jury, Finale, IENA.
Muss eine Innovation technisch sein?
Nein.
Der Peter-Henlein-Preis ist offen für technische, digitale, analoge, handwerkliche, soziale und kreative Entwicklungen.
Eine Innovation kann ein Produkt sein. Sie kann aber auch in einem Verfahren, einer Software, einem Werkzeug, einem neuen Zusammenspiel vorhandener Technologien oder einer eigenständig entwickelten Lösung für ein konkretes Problem liegen.
Wichtig ist, dass tatsächlich etwas Eigenes entwickelt wurde.
Ein neues Festival, eine Ausstellung oder eine Werbekampagne ist deshalb nicht automatisch eine Innovation für den Peter-Henlein-Preis. Wenn daraus aber beispielsweise ein neues technisches System, ein übertragbares Verfahren, eine Anwendung, ein Werkzeug oder ein neuartiges Interaktionsmodell entstanden ist, lohnt sich ein genauerer Blick.
Unsere Idee ist noch nicht fertig.
Das muss sie nicht sein.
Der Peter-Henlein-Preis setzt bewusst früh an. Gesucht werden nicht nur fertige Produkte, die bereits erfolgreich am Markt sind. Eine nachvollziehbare Idee, ein erster Prototyp, ein getestetes Verfahren oder eine Entwicklung, an der gerade gearbeitet wird, kann bereits interessant sein.
Gerade für Solo-Selbstständige, kleine Kreativunternehmen und junge Teams ist das wichtig. Für die Bewerbung braucht es keine Hochglanzpräsentation.
Was habt ihr entwickelt?
Welches Problem löst die Idee?
Was daran ist neu?
Wie weit seid ihr mit der Entwicklung?
Fotos, Skizzen oder erste Prototypen können helfen.
Vielleicht steckt die Innovation längst in eurem Arbeitsalltag.
„Was habt ihr irgendwann selbst entwickelt, weil es dafür noch keine passende Lösung gab?"
Vielleicht war es zunächst nur für einen Auftrag gedacht. Vielleicht benutzt ihr es inzwischen intern immer wieder. Vielleicht entstand es aus einem Kundenproblem. Vielleicht habt ihr einen ersten Prototyp gebaut und danach keine Zeit gefunden, die Idee weiterzuentwickeln.
Vielleicht habt ihr sogar schon einmal gesagt:
„Eigentlich müsste man daraus ein richtiges Produkt machen."
Dann solltet ihr euch den Peter-Henlein-Preis genauer ansehen.
Warum mitmachen?
Fünf Gründe, die eigene Entwicklung einmal unabhängig vom ursprünglichen Auftrag zu betrachten.
Andere Perspektive auf die eigene Entwicklung
Eine Entwicklung wird nicht nur als Kundenprojekt betrachtet, sondern danach gefragt, was tatsächlich neu entstanden ist und wo sie noch eingesetzt werden könnte.
Neue Kontakte
Eine interessante Entwicklung kann Gespräche mit Unternehmen, Wissenschaft, Kommunen, Wirtschaftsförderungen, Kreativen oder möglichen Anwendungspartnern auslösen.
Sichtbarkeit über die eigene Branche hinaus
Gerade Entwicklungen an Schnittstellen zwischen Kreativwirtschaft, Industrie, Bildung, Wissenschaft, Tourismus, Verwaltung und Technologie können neue Anwendungsfelder erschließen.
IENA Nürnberg
Für ausgezeichnete Projekte kann einer der Wege auf die internationale Erfindermesse IENA in Nürnberg führen.
Kostenfrei teilnehmen
Die Bewerbung und Teilnahme am Peter-Henlein-Preis sind kostenfrei. Die Einstiegshürde soll auch für Solo-Selbstständige, kleine Studios, Kreativunternehmen und junge Teams niedrig bleiben.
Eine frühe Idee muss nicht öffentlich werden.
Gerade bei frühen Entwicklungen kann es gute Gründe geben, noch nicht öffentlich darüber zu sprechen. Einreichungen zum Peter-Henlein-Preis werden vertraulich behandelt und für die Jury anonymisiert aufbereitet.
Wer eine Patentierung, ein Gebrauchsmuster oder andere Schutzrechte erwägt, sollte unabhängig vom Wettbewerb frühzeitig prüfen, welche Veröffentlichungen möglich sind und welche Schutzstrategie sinnvoll ist.
Von der KulturGilde mit angestoßen
Der Peter-Henlein-Preis entstand 2025 aus einer Initiative, an der die KulturGilde maßgeblich beteiligt war. Aus dem ursprünglichen Impuls hat sich inzwischen eine eigenständige Struktur rund um die Peter-Henlein-Gesellschaft, regionale Partner, Schirmherrschaften und ein wachsendes Netzwerk entwickelt.
Die KulturGilde begleitet den Preis weiter aus ihrer eigenen Perspektive:
Wir möchten, dass auch Kreative und Kulturschaffende ihre eigenen Entwicklungen als Innovation erkennen und sichtbar machen.
Peter Henlein: Handwerk, Kreativität und Technik
Der Preis trägt den Namen des Nürnberger Schlossermeisters und Uhrmachers Peter Henlein. Seine Geschichte steht für einen Erfindergeist, bei dem vorhandenes Wissen, handwerkliches Können und neue Ideen miteinander verbunden werden. Genau diese Verbindung gibt es heute auch in der Kultur- und Kreativwirtschaft.
Agenturen als Innovations-Scouts gesucht
Agenturen, Studios, Entwickler und Kreativbüros arbeiten eng mit Unternehmen zusammen. Dabei erleben sie häufig neue Produkte, Prozesse, digitale Lösungen oder ungewöhnliche Problemlösungen lange bevor diese öffentlich sichtbar werden.
Wenn Ihnen bei einem Kunden eine interessante Entwicklung begegnet, müssen Sie nicht beurteilen, ob sie bereits „preisreif" ist. Empfehlen Sie uns die Innovation zunächst. Wir prüfen anschließend gemeinsam mit den Beteiligten: Wo steht die Entwicklung? Was braucht sie als Nächstes? Kann ein Kontakt aus dem Netzwerk weiterhelfen? Kommt sie für den Peter-Henlein-Preis 2026 infrage?
Kreative Innovation gesucht.
Design. Games. Film. Musik. Software. Bühne. Werbung. Architektur. Publishing. Museen. Medien. Kultur.
Wenn daraus eine eigene neue Lösung entstanden ist, möchten wir sie kennenlernen.
Einreichungsschluss: 2. Oktober 2026
Teilnahme: kostenfrei
Peter-Henlein-Preis 2026 · kostenfrei · bis 02.10.2026
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