Museums-BarCamp 2014 | KulturGilde, MAHO und Museum der Zukunft
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Historischer Meilenstein
Abgeschlossen · 2014
MAHO-Projektreihe

Als Kreative das Museum der Zukunft entwarfen

Museums-BarCamp 2014: Kreative entwickeln das Museum des 22. Jahrhunderts

Schon 2014 war deutlich: Wer Menschen erreichen will, muss mehr bieten als reine Wissensvermittlung. Mit dem Museums-BarCamp im Nürnberger Hirsvogelsaal brachte die KulturGilde Kreative, Kulturinstitutionen und Vermittler:innen zusammen – und legte damit den Grundstein für die MAHO-Projektreihe.

Oktober 2014 Hirsvogelsaal Nürnberg Kreative, Museen, Archive, Kulturinstitutionen Auftakt MAHO-Projektreihe

Das Museums-BarCamp als Auftakt von MAHO

Das Museums-BarCamp fand 2014 im Nürnberger Hirsvogelsaal statt und bildete den Auftakt der MAHO-Projektreihe der KulturGilde. MAHO steht für Museen, Archive und Historische Orte. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kreative und Kulturinstitutionen gemeinsam neue Formen der Vermittlung, Inszenierung und Besucheransprache entwickeln können.

Die KulturGilde lud Akteure aus unterschiedlichen Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft ein: Designer:innen, Musiker:innen, Schauspieler:innen, Spieleentwickler:innen, Autor:innen, Werbe- und Marketingfachleute, Kulturmanager:innen und weitere Kreative. Das BarCamp setzte bewusst auf Offenheit: keine starre Konferenzdramaturgie, keine festen Rednerlisten, keine Trennung zwischen Publikum und Bühne. Die Teilnehmenden bestimmten die Themen selbst, brachten Erfahrungen ein und entwickelten gemeinsam erste Ansätze für Projekte, Workshops und Verbundangebote.

Weiterdenken: Museumsmarketing heute

Die Themen des Museums-BarCamps sind heute aktueller denn je. Museen, Archive und historische Orte stehen vor der Aufgabe, neue Zielgruppen zu erreichen, digitale Sichtbarkeit aufzubauen, Vermittlung lebendiger zu gestalten und ihre Angebote klarer zu kommunizieren. Aus diesen Erfahrungen und aus der Arbeit der KulturGilde heraus knüpft museumsmarketing.net an die MAHO-Idee an: als Plattform für Museumsmarketing, Kulturvermittlung, Sichtbarkeit, Storytelling, digitale Ausstellungsseiten, KI, Beteiligungsformate und kreative Lösungen für Museen und historische Orte.

Zu museumsmarketing.net

Warum Museen kreative Partner brauchen

Museen, Archive und historische Orte sind Orte des Wissens, der Erinnerung und der kulturellen Orientierung. Sie bewahren Objekte, Dokumente, Räume und Geschichten, die für Gesellschaft und Identität wichtig sind. Gleichzeitig konkurrieren sie um Aufmerksamkeit: mit Freizeitangeboten, digitalen Medien, Events, Streaming, Tourismusangeboten und kommerziellen Erlebnisformaten.

Das Museums-BarCamp stellte deshalb eine zentrale Frage: Wie können Museen, Archive und historische Orte ihre Inhalte so vermitteln, dass sie nicht an Tiefe verlieren, aber mehr Menschen erreichen? Die Antwort der KulturGilde: durch Zusammenarbeit mit der Kultur- und Kreativwirtschaft. Denn Kreative können helfen, Inhalte zu erzählen, Räume zu inszenieren, digitale Zugänge zu schaffen, Besucher:innen emotional einzubinden und neue Formate zu entwickeln.

Keine Zuschauer. Nur Teilnehmende.

Das Museums-BarCamp folgte der BarCamp-Idee: Die Inhalte entstehen aus dem Wissen, den Fragen und den Erfahrungen der Teilnehmenden. Jede Person konnte eine Session vorschlagen, ein Thema vorstellen, eine Frage in den Raum stellen oder eine Idee diskutieren. Dadurch entstand ein Format, das näher an der Praxis war als klassische Fachtagungen.

Gerade für Museen und Kreative war dieser offene Ansatz wertvoll. Die einen brachten institutionelles Wissen, Sammlungen, Räume und Vermittlungsaufträge ein. Die anderen brachten Gestaltung, Dramaturgie, Medienkompetenz, Games, Musik, Performance, Storytelling, Marketing und unternehmerische Perspektiven ein. Das Museums-BarCamp wurde so zu einem gemeinsamen Denkraum für neue Kulturformate.

Frühe KulturGilde-DNA

Das Museums-BarCamp 2014 zeigt bereits viele Elemente, die bis heute zur KulturGilde gehören: BarCamp-Methodik, Vernetzung zwischen Kreativwirtschaft und öffentlicher Kultur, interdisziplinäre Projektentwicklung und die Überzeugung, dass neue Formate im Dialog entstehen – nicht am Reißbrett.

Der Hirsvogelsaal als historischer Resonanzraum

Der Nürnberger Hirsvogelsaal war mehr als nur Veranstaltungsort. Als historischer Raum verband er das Thema des BarCamps unmittelbar mit der Frage nach Kulturerbe, Aura, Inszenierung und Zugänglichkeit. Der Saal steht für Stadtgeschichte, Architektur, Erinnerung und die besondere Wirkung authentischer Orte.

Genau darum ging es auch bei MAHO: historische Orte nicht nur zu bewahren, sondern ihre Geschichten neu sichtbar, verständlich und erlebbar zu machen. Der Hirsvogelsaal war damit selbst ein Beispiel für das, was das Museums-BarCamp thematisierte.

Veranstaltungsort

Hirsvogelsaal, Nürnberg – 08. Oktober 2014 (historische Veranstaltung)

MAHO: Aus dem BarCamp wurde ein Netzwerkansatz

Das Museums-BarCamp war der Auftakt der MAHO-Projektreihe. MAHO sollte ein Kreativnetz für Museen, Archive und historische Orte aufbauen – mit einem qualifizierten Kreativpool und Think-Tank aus Unternehmen und Freiberufler:innen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Daraus sollten Verbundangebote für öffentliche Kulturbetriebe entstehen.

Gegenseitiges Kennenlernen zwischen Kreativen und Kulturinstitutionen
Aufbau einer ersten kritischen Masse an Interessierten
Entwicklung gemeinsamer Ideen und Projektansätze
Themenbezogene Workshops mit Museen, Archiven und historischen Orten
Entwicklung von Verbundangeboten in Moderation der KulturGilde
Aufbau eines Think-Tanks für Kulturinstitutionen und Kreativwirtschaft

Themen des Museums-BarCamps

Die zentralen Fragen, die Kreative und Kulturschaffende 2014 bewegten – und heute noch bewegen.

Museum der Zukunft

Wie verändern sich Museen, wenn Besucher:innen nicht nur Wissen aufnehmen, sondern aktiv erleben, entdecken und mitgestalten wollen?

Storytelling für Kulturerbe

Wie werden Objekte, Orte und historische Zusammenhänge zu verständlichen, berührenden und merkfähigen Geschichten?

Gamification und spielerische Vermittlung

Wie können Spiele, Rätsel, Interaktion und Rollenelemente Wissen zugänglicher machen?

Ausstellungen und Rahmenprogramme

Wie entstehen zusätzliche Formate, die Ausstellungen vertiefen, erweitern oder neue Zielgruppen ansprechen?

Kulturmarketing und Öffentlichkeitsarbeit

Wie gewinnen Museen Sichtbarkeit, Besucher:innen, Partner, Sponsoren und öffentliche Aufmerksamkeit?

Digitale Vermittlung

Wie lassen sich digitale Medien, Webseiten, Apps, soziale Medien, KI und Online-Angebote sinnvoll einsetzen?

Historische Orte als Erlebnisräume

Wie können authentische Orte so aktiviert werden, dass ihre Geschichte spürbar wird, ohne sie zu banalisieren?

Kreativwirtschaft als Partner öffentlicher Kultur

Wie entstehen faire, tragfähige Kooperationen zwischen Kulturinstitutionen und Kreativen?

Von der Idee zum Verbundprojekt

Schon im Umfeld von MAHO gab es Beispiele dafür, wie Museen und Kreative gemeinsam neue Formate entwickeln können. Ein Impuls war „Nachts im Museum" im DB Museum Nürnberg: ein Verbundprojekt mit Akteuren aus darstellender Kunst, Games, Software und erzählerischer Gestaltung. Solche Formate zeigten, wie kulturelle Vermittlung unterhaltend, spielerisch und zugleich lehrreich sein kann.

Hinweis: Dieser Abschnitt beschreibt historische Projektimpulse aus dem Jahr 2014. Es handelt sich um abgeschlossene Konzeptphasen, keine aktuellen Veranstaltungsangebote.

Die MAHO-Projektreihe 2014 / 2015

Alle Aktivitäten sind historische Ereignisse – keine aktuellen Veranstaltungen.

08. Oktober 2014

Museums-BarCamp im Hirsvogelsaal Nürnberg

Auftakt der MAHO-Projektreihe unter dem Leitmotiv „Kreative entwickeln das Museum des 22. Jahrhunderts".

12. Dezember 2014

Workshop im Spielzeugmuseum Nürnberg

Thema: Historisches Wissen spielerisch vermitteln – wie Museen, Archive und historische Orte Spiele und spielerische Elemente nutzen können.

2015

Weitere MAHO-Aktivitäten

Themen wie „Rettet das Spielzeugland", Garnisonmuseum Nürnberg sowie „Militär, Krieg & Ethik in Museen" als historische Projekt- und Workshopimpulse.

Vom Museum der Zukunft zu neuen Erlebnisformaten

Das Museums-BarCamp war auch ein Denkraum für neue Formen kultureller Inszenierung. Hier wurde sichtbar, dass Museen, Archive und historische Orte nicht nur Orte der Präsentation sind, sondern Bühnen für Geschichten, Beteiligung, Spiel, Performance und Erlebnisse werden können.

Aus dieser Logik heraus lässt sich auch die spätere Entwicklung der Spectacle Society verstehen: als Kreativnetz für Formate, die Kultur, Geschichte, Stadt, Performance, Spielmechaniken und Storytelling miteinander verbinden.

Was vom Museums-BarCamp bleibt

Das Museums-BarCamp 2014 war ein frühes Zeichen dafür, dass Museen und Kreativwirtschaft voneinander profitieren können. Museen bringen Inhalte, Räume, Sammlungen, Authentizität und gesellschaftlichen Auftrag ein. Kreative bringen Methoden, Dramaturgie, Gestaltung, technische Lösungen, Spielmechaniken, Medienkompetenz und neue Formen der Ansprache ein.

Für die KulturGilde war das Museums-BarCamp ein wichtiger Baustein: Es verband Kulturvermittlung, Kreativwirtschaft, BarCamp-Methodik, Netzwerkentwicklung und die Frage, wie öffentliche Kultur zukunftsfähig werden kann. Damit gehört das Museums-BarCamp zu den Projekten, die zeigen, wie die KulturGilde früh an Schnittstellen gearbeitet hat, die heute für Museen, Archive und historische Orte zentral sind.

Weiterführende Seiten

Häufige Fragen

KulturGilde & MAHO

Museen brauchen Geschichten, Räume und kreative Partner

Das Museums-BarCamp zeigte bereits 2014, wie viel Potenzial entsteht, wenn Kulturinstitutionen und Kreativwirtschaft gemeinsam arbeiten. Wer heute Museen, Archive oder historische Orte sichtbarer und erlebnisreicher machen will, findet in der KulturGilde passende Anknüpfungspunkte.