Positionen und politische Statements
Forderungen, Kommentare und Einordnungen aus Sicht der Kultur- und Kreativwirtschaft
Die KulturGilde veröffentlicht hier politische Forderungen, Stellungnahmen, Kommentare und Hintergrundartikel. Im Mittelpunkt stehen die Interessen von Kreativen, Solo-Selbstständigen, Freiberufler:innen, kleinen Unternehmen und Kultur- und Kreativakteuren, die wirtschaftlich arbeiten, gesellschaftlich wirken und politisch oft zu wenig gehört werden.
Kreatives Denken gehört zur Grundbildung
Bayern stärkt Deutsch und Mathematik. Zugleich können Kunst, Musik sowie Werken und Gestalten in der Grundschule je nach Entscheidung der Schule ein- oder zweistündig unterrichtet werden. Die KulturGilde fordert eine Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik, die kreative, soziale und analytische Fähigkeiten gemeinsam entwickelt und sichtbar macht.
Europa darf kleine Kreative nicht aus dem Binnenmarkt drängen
Die KulturGilde fordert bei der EU-Verpackungsverordnung einen europäischen EPR-One-Stop-Shop, ein Kleinstmengenmodell und den Wegfall verpflichtender nationaler EPR-Bevollmächtigter für kleine EU-Unternehmen.
Ländliche Räume brauchen kreative Wertschöpfung
Ländliche Räume brauchen nicht nur Kulturangebote. Sie brauchen Kreativunternehmen, die Produkte entwickeln, Leerstände beleben, Fachkräfte ansprechen, digitale Anwendungen gestalten und mittelständische Betriebe durch Veränderungsprozesse begleiten. Die KulturGilde fordert deshalb, die Kultur- und Kreativwirtschaft fest in der bayerischen Politik für den ländlichen Raum zu verankern.
Kulturstaat Bayern braucht Kulturwirtschaft
Bayern investiert in Museen, Theater und kulturelle Infrastruktur. Die KulturGilde fordert, auch Kreativunternehmen, Selbstständige und freie Berufe frühzeitig in die Museumsoffensive und andere kulturpolitische Vorhaben einzubeziehen.
Museumsinvestitionen sind auch Standortpolitik
Eine aktuelle Untersuchung zum Erlebnismuseum Sensoria in Holzminden zeigt, dass ein Museum zusätzliche Übernachtungen und regionale Umsätze auslösen kann. MAHO fordert deshalb, Museumsinvestitionen nicht ausschließlich als Kulturförderung, sondern auch als Standort- und Regionalentwicklungspolitik zu betrachten.
KI-Agenten als neue Marktteilnehmer: Was der Buchmarkt der gesamten Kreativwirtschaft zeigt
Die KulturGilde zeigt am Beispiel des Buchmarkts, warum KI-Systeme nicht nur als Werkzeuge, sondern zunehmend als Marktteilnehmer betrachtet werden müssen – und welche Regeln es für Transparenz, Verantwortung, Urheberrecht und faire Vergütung braucht.
Raumfahrt muss in die Anwendung kommen: Warum Bayern die Kreativwirtschaft jetzt mitdenken sollte
Bayern investiert in Raumfahrt, Satellitendaten und Erdbeobachtung. Doch der Nutzen entsteht vor allem auf der Erde: in Karten, Lagebildern, Simulationen, Bildungsformaten und kommunalen Anwendungen. Die KulturGilde fordert, die Kultur- und Kreativwirtschaft frühzeitig in die Anwendungsebene der bayerischen Raumfahrtstrategie einzubeziehen.
Aufschwung braucht Kreative: Reformpaket muss Kultur- und Kreativwirtschaft stärker mitdenken
Die KulturGilde bewertet das Reformpaket „Ein Programm für Aufschwung und Beschäftigung" vom 02.07.2026: Bürokratieabbau, Steuervereinfachung und KI-Förderung sind richtige Ansätze – doch Solo-Selbstständige, freie Berufe und kleine Kreativunternehmen müssen ausdrücklich mitgedacht werden.
Kulturförderung rechnet sich: Kultur ist Standortpolitik, Wirtschaftspolitik und Zukunftsinfrastruktur
Eine neue Studie des Instituts für Kulturelle Teilhabeforschung liefert starke Argumente gegen die alte Erzählung, Kultur sei vor allem ein Kostenfaktor. Für die KulturGilde ist klar: Wer über Standortpolitik in Bayern spricht, muss Kultur und Kreativwirtschaft systematisch mitdenken.
Rechtssichere Projektarbeit statt Generalverdacht gegen Selbstständigkeit
Die KulturGilde fordert Safe-Harbor-Regeln und eine Reform der Scheinselbstständigkeitsprüfung. Projektarbeit in Kultur, Medien, Design, Games und Kreativwirtschaft braucht Rechtssicherheit statt nachträglicher Statusrisiken.
Gründerland Bayern kreativ stärken: Creative Startup Voucher
Unser Vorschlag zur Regierungserklärung von Staatsminister Hubert Aiwanger: ein Voucher, der Gründungen und Nachfolgen mit professioneller Kreativleistung stärker macht.
KulturGilde zur Aiwanger-Regierungserklärung: Gründerland Bayern braucht Creative Startup Voucher
Die KulturGilde begrüßt die Regierungserklärung von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und schlägt einen Creative Startup Voucher vor.
Künstlerische Nachlässe sichern: Kulturelles Erbe braucht Fachstrukturen, Vernetzung und politische Unterstützung
Die KulturGilde und das Kreativnetz MAHO unterstützen die Sicherung künstlerischer Vor- und Nachlässe durch politische Kommunikation, Vernetzung und die Vermittlung technologischer sowie kreativwirtschaftlicher Kompetenzen. Die fachliche Nachlassarbeit liegt in Bayern insbesondere beim Verein Bayerische Künstlernachlässe e.V.
Künstlersozialkasse reformieren: Gutes Instrument, ungerechtes Verfahren, zu enger Zugang
Die KSK ist ein starkes Instrument – aber zu eng, zu bürokratisch und zu wenig auf moderne Kreativarbeit ausgerichtet. Die KulturGilde fordert breiteren Zugang und digitale Verfahren.
Rentenkommission: Altersvorsorge darf Solo-Selbstständige nicht überfordern
Die KulturGilde fordert eine Rentenreform, die Solo-Selbstständige und hybride kreative Berufsbilder wirksam absichert, ohne sie durch pauschale Beiträge wirtschaftlich zu überlasten.
Freie Dozent:innen brauchen Rechtssicherheit statt Dauer-Provisorium
Der Bayerische Landtag hat ein wichtiges Signal gesetzt. Die KulturGilde fordert eine dauerhafte Lösung: rechtssichere Modelle, faire Honorare und soziale Absicherung für kreative Bildung.
Wenn Kulturförderung zur Hängepartie wird
Verzögerte Förderbescheide treffen nicht nur Kulturorte. Sie gefährden auch Aufträge, Honorare, Bildungsangebote und regionale Wertschöpfung in der Kultur- und Kreativwirtschaft.
Startup-Boom braucht Kreativwirtschaft
Bayern erlebt einen starken Gründungsschub. Die KulturGilde fordert, Kreativwirtschaft als festen Baustein der Startup- und Innovationspolitik zu verankern.
Pflegereform darf nicht zum Griff in die Familienkasse werden
Warum Warkens Pläne zur Abschaffung der 100.000-Euro-Grenze Freiberufler:innen, Solo-Selbstständige und die arbeitende Mitte besonders hart treffen können
Die KulturGilde kritisiert die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur Abschaffung der 100.000-Euro-Grenze beim Angehörigenunterhalt scharf. Der Verband warnt vor einer massiven Belastung von Angehörigen, Freiberufler:innen, Solo-Selbstständigen und Familien, die ohnehin zwischen Arbeit, Sorgeverantwortung und steigenden Lebenshaltungskosten stehen.
Kreativwirtschaft ist Wirtschaftspolitik: Einfacher Förderzugang für kreative Projekte
Die Fraktionen der CSU und Freien Wähler benennen im Änderungsantrag zum Haushaltsplan 2026/2027 ein zentrales Problem: Viele gute Projekte scheitern nicht an Ideen, sondern an Förderlogik. Die KulturGilde fordert einfachere Förderzugänge.
KulturGilde: EU-Innovation-Valley braucht auch kreative Sichtbarkeit
Die Metropolregion Nürnberg soll als modernes EU-Innovation-Valley positioniert werden. Die KulturGilde begrüßt den Ansatz und fordert, die Kultur- und Kreativwirtschaft als Standortfaktor sichtbar einzubinden.
Kreativwirtschaft ist Wirtschaftspolitik
Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein relevanter Arbeitsmarkt und ein wichtiger Teil des Mittelstands. Die KulturGilde fordert bessere Rahmenbedingungen für Selbstständige, KMU und Kreativunternehmen.
