KulturGilde zur Regierungserklärung von Staatsminister Aiwanger: Gründerland Bayern braucht einen Creative Startup Voucher
Kultur- und Kreativwirtschaft kann Gründungen und Unternehmensnachfolgen sichtbarer, verständlicher und marktfähiger machen
PDF · Pressemitteilung vom 25. Juni 2026 · KulturGilde – Verband der Kultur- und Kreativwirtschaft
Ausführliche Position
Die ausführliche Position der KulturGilde zum Creative Startup Voucher mit Begründung, förderfähigen Leistungen, Pilotkonzept und Gesprächsangebot ist hier abrufbar.
Nürnberg/München, 25. Juni 2026. Die KulturGilde begrüßt die Regierungserklärung von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zum Gründerland Bayern. Dass Firmengründerinnen, Firmengründer und Unternehmensübernehmer als Motor für Wohlstand, Beschäftigung und Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt gestellt werden, sei ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Bayern.
Bayern ist bereits ein starkes Gründerland. Damit es noch stärker wird, sollte die Gründungs- und Nachfolgepolitik künftig aber auch die Kultur- und Kreativwirtschaft systematischer einbeziehen. Denn erfolgreiche Gründungen brauchen nicht nur Beratung, Finanzierung, Steuerwissen und weniger Bürokratie. Sie brauchen auch gutes Design, professionelle Kommunikation, digitale Sichtbarkeit, überzeugende Bilder, verständliche Erklärformate, Social Media, Markenentwicklung und eine überzeugende Darstellung ihres Angebots, damit Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende, Banken, Investoren oder regionale Partner den Nutzen schnell erkennen.
Die KulturGilde schlägt deshalb einen Creative Startup Voucher beziehungsweise einen Kreativwirtschafts-Voucher für Gründung und Unternehmensnachfolge vor.
„Staatsminister Aiwanger hat völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass nicht jeder Gründer der geborene Steuerberater ist. Genau dieser Gedanke lässt sich weiterführen: Nicht jeder Gründer ist automatisch Designer, Kameramann, Texter, Social-Media-Experte, UX-Spezialist oder Markenstratege."
Mit einem Creative Startup Voucher könnten Gründerinnen, Gründer und Unternehmensnachfolger unkompliziert professionelle Leistungen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft einkaufen. Förderfähig wären beispielsweise Corporate Design, Website, Fotografie, Video, Social Media, Pitch-Unterlagen, Produktkommunikation, Verpackungsdesign, Storytelling, Messeauftritt, Employer Branding, UX, Prototypenkommunikation oder Markteintrittskampagnen.
Der Voucher hätte nach Einschätzung der KulturGilde eine doppelte Wirkung: Er würde Gründungen, Start-ups, Unternehmensnachfolgen, Handwerksbetriebe und KMU professioneller aufstellen. Gleichzeitig würde er direkte Aufträge für Kreativunternehmen, Agenturen, Designer, Filmproduktionen, Fotografen, Texter, Games- und UX-Studios, Social-Media-Profis und andere Dienstleister der Kultur- und Kreativwirtschaft auslösen.
„Ein gutes Produkt verkauft sich nicht von allein. Eine technische Innovation erklärt sich nicht automatisch. Eine Unternehmensnachfolge gelingt nicht nur über Zahlen, sondern auch über Vertrauen, Identität, Kommunikation und eine erkennbare Zukunftsperspektive."
Die KulturGilde versteht den Vorschlag ausdrücklich als konstruktive Ergänzung zur bayerischen Gründungspolitik. Ein solcher Voucher sollte bewusst bürokratiearm ausgestaltet werden: mit einfacher Antragstellung, klar definierten förderfähigen Leistungen, schnellen Bewilligungen, regionalen Anbieterpools und überschaubaren Nachweisen. Als Pilotregion bietet sich aus Sicht der KulturGilde die Metropolregion Nürnberg beziehungsweise Nordbayern an, die zu den boomenden Startup-Regionen in Bayern zählt.
Die KulturGilde bietet dem Bayerischen Wirtschaftsministerium, Staatsminister Hubert Aiwanger, den Fraktionen im Bayerischen Landtag, Kommunen, Kammern, Wirtschaftsförderungen, Gründerzentren und regionalen Netzwerken an, ein solches Modell gemeinsam weiterzuentwickeln und als Pilotprojekt zu erproben.
Weiterführende Positionen der KulturGilde
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Die vollständige Pressemitteilung der KulturGilde zur Regierungserklärung von Staatsminister Hubert Aiwanger steht hier als PDF zur Verfügung.
PDF · KulturGilde · 25. Juni 2026 · Nürnberg/München
Über die KulturGilde
Die KulturGilde ist ein Verband der Kultur- und Kreativwirtschaft. Sie vertritt die Interessen von Kreativunternehmen, Selbstständigen, Freiberuflerinnen und Freiberuflern sowie kleinen und mittleren Unternehmen der Branche. Ziel der KulturGilde ist es, die Kultur- und Kreativwirtschaft als eigenständigen Wirtschaftsbereich, Innovationspartner und gesellschaftlich relevante Branche sichtbarer zu machen, politische Impulse zu setzen und konkrete Projekte zwischen Kreativwirtschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zu entwickeln.
Pressekontakt
KulturGilde e.V. – Roland Weiniger
Vorsitzender der KulturGilde – Verband der Kultur- und Kreativwirtschaft
Oberer Kirchensteig 8 · 90455 Nürnberg
Roland Weiniger steht für Interviews, O-Töne und Hintergrundgespräche zur Verfügung.
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