PositionspapierNeuWirtschaftspolitik / Regionalentwicklung20. Juli 2026KulturGilde e.V.

Ländliche Räume brauchen kreative Wertschöpfung

Kultur- und Kreativwirtschaft als Wirtschaftsfaktor, Innovationspartner und Gestalter regionaler Entwicklung anerkennen.

Teaser

Ländliche Räume brauchen nicht nur Kulturangebote. Sie brauchen Kreativunternehmen, die Produkte entwickeln, Leerstände beleben, Fachkräfte ansprechen, digitale Anwendungen gestalten und mittelständische Betriebe durch Veränderungsprozesse begleiten. Die KulturGilde fordert deshalb, die Kultur- und Kreativwirtschaft fest in der bayerischen Politik für den ländlichen Raum zu verankern.

Für Presse, Politik und Verwaltung

ThemaKultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum
PositionRegionalentwicklung, Mittelstand und Kreativwirtschaft verbinden
BetroffeneKreativunternehmen, Mittelstand, Kommunen, Regionalmanagements
AnsprechpartnerRoland Weiniger, Vorsitzender der KulturGilde
Pressekontaktroland.weiniger@kulturgilde.de
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Ländliche Räume sind keine wirtschaftliche Randlage. Sie sind Industriestandorte, Heimat zahlreicher mittelständischer Unternehmen, Orte technologischer Entwicklung und häufig Ausgangspunkt erstaunlich erfolgreicher Produkte und Geschäftsmodelle. Gleichzeitig stehen sie vor tiefgreifenden Veränderungen: Fachkräfte werden knapper, Betriebe suchen Nachfolger, Ortszentren verlieren Geschäfte und Gaststätten, neue Energie- und Mobilitätskonzepte müssen umgesetzt und digitale Angebote aufgebaut werden.

Das DIHK-Positionspapier „Ländliche Räume als Möglichmacher der Transformation" beschreibt diese Herausforderungen ausführlich. Es fordert bessere Infrastruktur, eine vorausschauende Flächenpolitik, Unterstützung bei Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge, digitale Lösungen, regionale Innovationsnetzwerke und mehr Freiräume für neue Modelle.

Was dabei weitgehend fehlt, ist die Kultur- und Kreativwirtschaft.

Kultur erscheint im Papier vor allem als Freizeitangebot und Faktor für Lebensqualität. Das ist nicht falsch, aber zu wenig. Kreativunternehmen sind keine schmückende Ergänzung der Regionalentwicklung. Sie sind wirtschaftliche Akteure, Dienstleister des Mittelstands, Arbeitgeber, Auftragnehmer, Entwickler neuer Produkte und Gestalter von Veränderungsprozessen.

Wer den ländlichen Raum stärken will, muss deshalb auch seine kreative Wirtschaft stärken.

Eine wirtschaftlich relevante Branche – auch außerhalb der Großstädte

Die Kultur- und Kreativwirtschaft gehört zu den bedeutenden Wirtschaftszweigen Bayerns. Nach dem dritten bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht waren 2022 rund 344.800 Menschen in der Branche erwerbstätig. Rund 10.000 Unternehmen und 32.500 Soloselbstständige erwirtschafteten einen Umsatz von 44,4 Milliarden Euro. Die Bruttowertschöpfung lag bei rund 21,4 Milliarden Euro.

Diese wirtschaftliche Bedeutung wird noch immer stark mit München, Nürnberg, Augsburg und anderen größeren Städten verbunden. Doch Kultur- und Kreativwirtschaft findet auch in Landkreisen, Klein- und Mittelstädten statt – häufig in kleinen Unternehmen, spezialisierten Büros, Agenturen, Studios, Werkstätten und Produktionsbetrieben.

Die bislang belastbarste kleinräumige Auswertung für Bayern zeigt deutliche regionale Unterschiede. Der Landkreis Weilheim-Schongau gehörte 2020 mit einem Anteil von 8,34 Prozent der Beschäftigten in der Kultur- und Kreativwirtschaft zu den fünf stärksten bayerischen Kreisen und kreisfreien Städten. Auch die Landkreise Bamberg, Forchheim und das Nürnberger Land wiesen einen überdurchschnittlichen Besatz mit Beschäftigten der Kultur- und Kreativwirtschaft auf.

Hinzu kommen regionale Spezialisierungen. In Oberfranken sind unter anderem der Musikhandel, die Musikinstrumentenproduktion und der Antiquitätenhandel überproportional vertreten. Mittelfranken verfügt über Schwerpunkte bei Software und Games, Werbung, Architektur und Musikinstrumenten. In Unterfranken spielen Werbung, Presse und Musikinstrumentenproduktion eine besondere Rolle, in Schwaben unter anderem Design und Architektur.

Daneben gibt es Regionen, deren Stärke sich weniger in hohen Beschäftigtenzahlen als in tragfähigen Netzwerken zeigt. Das Fichtelgebirge hat mit dem KÜKO-Netzwerk und dem gemeinsam mit dem Landkreis Wunsiedel aufgebauten Forum Kreativwirtschaft gezeigt, wie kreative Unternehmen sichtbar gemacht, untereinander vernetzt und mit anderen Wirtschaftszweigen zusammengebracht werden können.

Die Beispiele machen deutlich: Es gibt nicht die eine Kultur- und Kreativwirtschaft des ländlichen Raums. Jede Region besitzt andere wirtschaftliche, kulturelle und handwerkliche Voraussetzungen. Förderpolitik muss diese Unterschiede erkennen und regionale Schwerpunkte entwickeln.

Die bayerische Datengrundlage reicht nicht aus

Trotz einzelner Befunde fehlt in Bayern eine aktuelle Untersuchung, die Unternehmen, Selbstständige, Beschäftigung, Umsätze, Teilmärkte und Netzwerke der Kultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum systematisch erfasst.

Gerade kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige werden in regionalen Beschäftigungsstatistiken nur unvollständig sichtbar. Das gilt ebenso für Menschen, die kreativ tätig sind, aber statistisch einem Industrie-, Handels- oder Handwerksunternehmen zugerechnet werden. Produktdesigner, Softwareentwicklerinnen, Kommunikationsfachleute, Fotografen oder 3D-Spezialistinnen arbeiten längst nicht nur in klassischen Kreativunternehmen.

Baden-Württemberg hat mit der Untersuchung „KreativLand BW" gezeigt, wie eine solche Datengrundlage aussehen kann. Dort wurden Erwerbstätigkeit, Unternehmen, Umsätze, Teilmärkte und regionale Schwerpunkte der Kultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum gesondert untersucht. Eine vergleichbare Bestandsaufnahme braucht auch Bayern.

Ohne belastbare Regionaldaten bleibt die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Landesentwicklung, der Wirtschaftsförderung und den lokalen Entwicklungsstrategien weitgehend unsichtbar.

Kreativunternehmen stärken den ländlichen Mittelstand

Viele mittelständische Betriebe im ländlichen Raum verfügen über hervorragende Produkte, technisches Wissen und jahrzehntelange Erfahrung. Nicht jedes dieser Unternehmen besitzt aber eigene Abteilungen für Produktdesign, digitale Nutzerführung, Markenentwicklung, Visualisierung, Kommunikation oder neue Geschäftsmodelle.

Hier können Kreativunternehmen unmittelbar zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Sie entwickeln Produkt- und Industriedesign, gestalten Benutzeroberflächen, visualisieren komplexe technische Abläufe, produzieren digitale Anwendungen oder übersetzen neue Technologien in verständliche Angebote.

Auch künstliche Intelligenz, 3D-Druck, virtuelle Realität und Simulation verändern die Entwicklung und Vermarktung von Produkten. An der Verbindung von Technik und Gestaltung entstehen neue Geschäftsfelder – gerade für kleinere und mittlere Unternehmen, die solche Kompetenzen nicht dauerhaft im eigenen Betrieb vorhalten können.

Kultur- und Kreativwirtschaft darf deshalb nicht nur innerhalb ihrer elf Teilmärkte betrachtet werden. Ihr wirtschaftlicher Wert liegt auch in den Leistungen, die sie für Industrie, Handwerk, Handel, Tourismus, Gastronomie, Gesundheitswirtschaft und öffentliche Verwaltung erbringt.

Unternehmensnachfolge braucht mehr als Finanzierung

In vielen ländlichen Regionen steht eine wachsende Zahl von Unternehmen vor der Nachfolgefrage. Bei einer Betriebsübernahme geht es nicht allein um Finanzierung, Steuern und rechtliche Voraussetzungen.

Nachfolgerinnen und Nachfolger müssen häufig ein Geschäftsmodell weiterentwickeln, neue Kundengruppen erreichen, Produkte neu positionieren oder digitale Vertriebswege aufbauen. Ein veralteter Marktauftritt kann eine Übernahme ebenso erschweren wie Investitionsbedarf bei Maschinen oder Gebäuden.

Design, Kommunikation, digitale Produktentwicklung und Markenstrategie können deshalb einen konkreten Beitrag zur Unternehmensnachfolge leisten. Kreativunternehmen helfen dabei, das Wissen und die Identität eines Betriebs zu bewahren und gleichzeitig einen sichtbaren Neuanfang zu ermöglichen.

Die KulturGilde schlägt vor, Leistungen der Kultur- und Kreativwirtschaft systematisch in Nachfolgeberatung und Nachfolgeförderung einzubeziehen.

Kreative Orte können Leerstände in neue Arbeitsorte verwandeln

Leerstehende Gasthäuser, Läden, Bahnhöfe, Fabriken und landwirtschaftliche Gebäude prägen viele Ortszentren. Gleichzeitig suchen Kreativunternehmen bezahlbare Ateliers, Werkstätten, Studios, Veranstaltungsräume und Orte für gemeinsames Arbeiten.

Darin liegt eine große Chance. Architektur, Innenraumgestaltung, Zwischennutzung, Kulturproduktion und Veranstaltungswirtschaft können leerstehende Gebäude in neue Arbeits- und Begegnungsorte verwandeln. Solche Orte schaffen nicht automatisch wirtschaftliche Entwicklung. Sie können aber die Infrastruktur bilden, aus der neue Kooperationen, Unternehmen, Veranstaltungen und regionale Produkte entstehen.

Entscheidend ist eine verlässliche Perspektive. Kreativorte dürfen nicht nur so lange willkommen sein, bis sie einen Standort aufgewertet haben und die Mieten steigen. Sie brauchen tragfähige Betriebsmodelle, längere Nutzungszusagen, eine gute digitale Infrastruktur und Unterstützung bei Genehmigungen, Brandschutz und Umbau.

Der Staatspreis für bayerische Kreativorte macht bereits sichtbar, welche Wirkung solche Orte auf Quartiere, Ortszentren und ländliche Regionen haben können. Aus der Auszeichnung muss stärker eine dauerhafte Strukturpolitik werden.

Transformation ist auch eine Gestaltungsaufgabe

Energiewende, Digitalisierung, neue Mobilität, Klimaanpassung und der Umbau der Ortszentren sind keine rein technischen Aufgaben. Sie verändern den Alltag der Menschen und lösen Fragen, Erwartungen und Widerstände aus.

Ob ein Wärmenetz verstanden, ein Windkraftprojekt akzeptiert, eine Mobilitäts-App genutzt oder ein neuer Ortsmittelpunkt angenommen wird, hängt auch von Gestaltung, Kommunikation und Beteiligung ab.

Kreativunternehmen können:

technische Daten verständlich visualisieren
digitale Anwendungen nutzerfreundlich gestalten
Beteiligungsformate entwickeln
Zukunftsszenarien anschaulich machen
komplexe Vorhaben in eine nachvollziehbare Sprache übersetzen
regionale Erfahrungen und Bedürfnisse frühzeitig einbeziehen

Der dritte bayerische Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht fordert zu Recht eine engere Verbindung von Kultur und Technik. Gerade der ländliche Raum bietet dafür konkrete Anwendungsfelder. Es reicht jedoch nicht, gelegentlich eine Kreativagentur mit einer Informationskampagne zu beauftragen. Kreative Kompetenzen müssen frühzeitig in die Entwicklung von Projekten einbezogen werden.

Kultur- und Kreativwirtschaft bindet Fachkräfte

Kultur, kreative Orte und lebendige Ortszentren beeinflussen, ob Menschen in einer Region bleiben, zurückkehren oder neu zuziehen. Ihre Bedeutung für die Fachkräftesicherung geht jedoch über das Freizeitangebot hinaus.

Kreativunternehmen unterstützen Betriebe bei Arbeitgeberkommunikation, Recruiting, Weiterbildung und der Entwicklung moderner Arbeitsumgebungen. Sie können regionale Geschichten glaubwürdig erzählen und sichtbar machen, welche beruflichen und persönlichen Möglichkeiten ein Standort bietet.

Gerade ländliche Regionen sollten nicht versuchen, großstädtische Bilder zu kopieren. Ihre Stärke liegt in der Verbindung von bezahlbarem Raum, Nähe zur Natur, regionaler Identität, mittelständischer Wirtschaft, überschaubaren Netzwerken und konkreten Gestaltungsmöglichkeiten. Diese Qualitäten müssen professionell vermittelt und im Alltag tatsächlich erlebbar werden.

Die KulturGilde fordert einen Creative Voucher Land

Kleine und mittlere Unternehmen wissen häufig, dass sie bei Produktentwicklung, Digitalisierung, Markenführung oder Fachkräftekommunikation Unterstützung benötigen. Zugleich fehlen Zeit, Kontakte und finanzielle Spielräume, um ein entsprechendes Projekt zu beginnen.

Die KulturGilde schlägt deshalb einen „Creative Voucher Land" vor – aufbauend auf dem bestehenden Vorschlag eines Creative Startup Vouchers. Kleine Unternehmen, Kommunen und regionale Initiativen sollen damit professionelle Leistungen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft einkaufen können.

Förderfähig sollten insbesondere sein:

Produkt- und Industriedesign
digitale Anwendungen und Nutzerführung
Marken- und Geschäftsmodellentwicklung
KI-gestützte Gestaltung und Entwicklung
3D-Visualisierung, Simulation und Extended Reality
Fachkräfte- und Arbeitgeberkommunikation
Gestaltung neuer Nutzungen für Leerstände
Beteiligungs- und Vermittlungsformate
kreative Leistungen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge

Der Voucher muss niedrigschwellig sein. Er darf keine eigene Forschungsabteilung, umfassende Vorfinanzierung oder komplizierte Innovationsnachweise voraussetzen. Entscheidend ist eine konkrete betriebliche oder regionale Aufgabe und die Zusammenarbeit mit einem professionellen Kreativunternehmen.

Unsere Forderungen

1

Kultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum erfassen

Bayern braucht eine aktuelle Studie mit Landkreisprofilen, Teilmarktdaten, Unternehmenszahlen, regionalen Spezialisierungen und konkreten Fallbeispielen. Das Monitoring muss Solo-Selbstständige, kleine Unternehmen und kreativ Tätige außerhalb der klassischen Kultur- und Kreativwirtschaft besser berücksichtigen.

2

Kultur- und Kreativwirtschaft in die Landesentwicklung aufnehmen

Die Branche muss in Strategien für gleichwertige Lebensverhältnisse, Regionalentwicklung, Fachkräftesicherung, Unternehmensnachfolge, Digitalisierung und Innovation ausdrücklich berücksichtigt werden.

3

Einen Creative Voucher Land erproben

In mehreren Modellregionen sollen kleine und mittlere Unternehmen, Kommunen und Kreativunternehmen gemeinsam konkrete Aufgaben bearbeiten – aufbauend auf dem Creative Voucher-Vorschlag der KulturGilde. Die Ergebnisse müssen dokumentiert und auf andere Regionen übertragbar gemacht werden.

4

Kreativunternehmen und Mittelstand systematisch zusammenbringen

IHKs, Wirtschaftsförderungen, Regionalmanagements und Branchenverbände sollten nicht nur allgemeine Netzwerktreffen veranstalten. Sie sollen konkrete betriebliche Fragestellungen aufnehmen und passende Kreativunternehmen ansprechen.

5

Kreativorte und Leerstandsnutzungen langfristig absichern

Gefördert werden müssen nicht nur Umbauten und einzelne Veranstaltungen, sondern auch Betriebsmodelle, Management, gemeinschaftlich nutzbare Infrastruktur und die wirtschaftliche Entwicklung der dort arbeitenden Unternehmen.

6

Förderprogramme und öffentliche Aufträge öffnen

LEADER, Regionalmanagement, Ländliche Entwicklung und kommunale Wirtschaftsförderung müssen erwerbswirtschaftliche Kreativprojekte stärker berücksichtigen. Ausschreibungen und Vergaben sollten so gestaltet sein, dass auch kleine Kreativunternehmen und Arbeitsgemeinschaften eine realistische Chance erhalten.

7

Regionale Ansprechpartner benennen

In Landkreisen, Regionalmanagements und Wirtschaftsförderungen braucht es sichtbare Ansprechpartner für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Kreativunternehmen mit wirtschaftlichen Anliegen dürfen nicht automatisch an Kulturämter verwiesen werden.

Stadt und Land als gemeinsame Kreativregion denken

Die Kultur- und Kreativwirtschaft hält sich nicht an Verwaltungsgrenzen. Kreativunternehmen aus Nürnberg arbeiten für Betriebe im Nürnberger Land. Agenturen aus Bamberg übernehmen Aufgaben in Forchheim oder der Fränkischen Schweiz. Unternehmen aus ländlichen Regionen bedienen Kunden in München, Berlin oder im Ausland.

Deshalb sollte die Förderung nicht darauf zielen, in jedem Landkreis sämtliche Teilmärkte abzubilden. Sinnvoller sind regionale Schwerpunkte und verlässliche Verbindungen zwischen Städten und ihrem Umland.

Der ländliche Raum bietet Platz, industrielle Auftraggeber, regionale Identität und konkrete Aufgaben. Die Städte bieten größere Märkte, Hochschulen, spezialisierte Netzwerke und kulturelle Infrastruktur. Beides gehört zusammen.

Position der KulturGilde

Eine Region wird nicht zukunftsfähig, weil sie sich ein neues Logo gibt oder gelegentlich eine Kulturveranstaltung fördert. Sie wird zukunftsfähig, wenn sie Menschen und Unternehmen in die Lage versetzt, neue Lösungen zu entwickeln.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft bringt dafür Gestaltungskompetenz, unternehmerische Erfahrung, technische Fähigkeiten und neue Perspektiven mit. Sie kann mittelständische Unternehmen stärken, Nachfolgen erleichtern, Leerstände neu beleben und Transformationsprozesse verständlicher machen. Dafür braucht sie keine Sonderrolle. Sie braucht Zugang zu Aufträgen, Innovationsförderung, Räumen, regionalen Netzwerken und wirtschaftspolitischen Entscheidungen.

„Ländliche Räume sind Möglichmacher der Transformation. Ihre Kreativunternehmen sind ein Teil dieser wirtschaftlichen Kraft."

— Roland Weiniger, Vorsitzender der KulturGilde

Dialogangebot der KulturGilde

Erfahrungen aus der Praxis einbringen

Die KulturGilde bietet an, Kommunen, Regionalmanagements, Wirtschaftsförderungen, Mittelstand und Kreativunternehmen zusammenzubringen. Über die Aktion Politik trifft Kreativwirtschaft lassen sich auch Unternehmensbesuche und Praxisfragen aus dem ländlichen Raum sichtbar machen.

Quellen

Weitere KulturGilde-Bezüge

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Wie sieht es in Ihrer Praxis aus?

Welche konkrete Aufgabe könnte ein Kreativunternehmen in Ihrer ländlichen Region lösen – bei Produktentwicklung, Digitalisierung, Fachkräftegewinnung, Unternehmensnachfolge oder Ortsentwicklung?

Drei Stichpunkte genügen. Auf Wunsch formulieren wir daraus ein kurzes Zitat oder Praxisbeispiel und legen es Ihnen vor einer Veröffentlichung zur Freigabe vor.

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