Zeig der Politik, was Kreativwirtschaft wirklich leistet.
Die KulturGilde sucht außergewöhnliche Orte, Projekte, Kundenfälle und Geschichten aus der bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaft, die sich für einen politischen Vor-Ort-Besuch eignen.
Viele politische Debatten über Wirtschaft bleiben abstrakt. Wir wollen sie an konkrete Orte bringen: dorthin, wo gestaltet, gebaut, geschrieben, gespielt, gefilmt, entwickelt, geprobt, erklärt, vermittelt, produziert und riskiert wird.
Wir suchen keine beliebigen Selbstdarstellungen. Wir suchen Beispiele, bei denen sofort klar wird: Hier entsteht etwas Besonderes. Hier arbeitet Kultur- und Kreativwirtschaft unternehmerisch, sichtbar und relevant. Und hier gibt es ein Thema, das Politik besser verstehen sollte.
Wir bringen Politik dorthin, wo Kreativwirtschaft sichtbar wird
Kultur- und Kreativwirtschaft ist mehr als Bühne, Ausstellung oder Veranstaltung. Sie ist Design, Musik, Games, Film, Fotografie, Werbung, Architektur, Buchmarkt, Presse, Software, Vermittlung, Storytelling, Ausstellungsgestaltung, Kommunikation, Bildung, Veranstaltungstechnik, Kulturmanagement und vieles mehr.
In Bayern arbeiten unzählige Menschen kreativ, unternehmerisch und hochprofessionell. Viele dieser Leistungen sind sichtbar. Die Menschen, Unternehmen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dahinter sind es oft nicht.
Die KulturGilde möchte genau das ändern: mit politischen Ortsterminen, pressefähigen Geschichten und konkreten Beispielen aus der Praxis.
Gesucht werden keine Standardprofile, sondern echte Besuchsanlässe
Geeignet sind vor allem Beispiele mit mindestens einem dieser Merkmale:
Ein ungewöhnlicher Arbeitsort
Eine visuell starke Tätigkeit oder ein Projekt mit Bildkraft
Ein besonderer Kunde oder Auftraggeber
Ein Kundenprojekt, das kreative Arbeit in einer anderen Branche zeigt
Eine gesellschaftlich relevante Anwendung kreativer Arbeit
Ein wirtschaftliches oder politisches Problem, das am konkreten Fall verständlich wird
Ein Ort, an dem man gute Pressefotos machen kann
Eine Idee, ein Prototyp oder eine Erfindung mit Innovationspotenzial
Nicht gesucht: allgemeine Unternehmensporträts ohne besonderen Anlass, normale Bürobesuche ohne Bildkraft, austauschbare Selbstdarstellungen oder reine Portfolio-Präsentationen ohne politisches Thema.
Orte, Bilder und Geschichten, die Politik sehen sollte
Ein guter Besuchsanlass zeigt etwas, das man sehen, fotografieren, verstehen und weitererzählen kann. Entscheidend ist die Kombination aus drei Fragen: Was sieht man? Welche Geschichte steckt dahinter? Warum sollte Politik genau diesen Fall verstehen?
Ein Bühnenbauer zwischen Stahlträgern, Holzstaub und Scheinwerfern – Kultur entsteht in Werkstätten, nicht nur auf der Bühne.
Ein Game-Studio, das ein Spiel für ein Museum, eine Schule oder ein Demokratieprojekt baut.
Ein Tonstudio, in dem ein Audioguide, Hörspiel oder Sounddesign für einen ungewöhnlichen Kunden entsteht.
Ein Designbüro, das ein kompliziertes Industrieprodukt verständlich macht – und damit Marktzugang schafft.
Ein Atelier, das gleichzeitig Werkstatt, Klassenraum und politischer Ort ist.
Ein Fotograf oder Filmteam an einem ungewöhnlichen Einsatzort: Werkhalle, Museumsmagazin, Brauerei.
Ein Museumspartner, der aus Objekten Erlebnisse macht – Ausstellung, Spiel, Audioguide, Szenografie.
Ein Prototyp auf einem Werkstatttisch – noch kein fertiges Produkt, aber eine neue Lösung für Bildung, Pflege oder Industrie.
Dies sind nur Beispiele zur Orientierung. Entscheidend ist, dass dein Vorschlag sichtbar, erzählbar und politisch anschlussfähig ist.
Auch spannende Kunden und Kundenprojekte können im Mittelpunkt stehen
Nicht immer ist der eigene Arbeitsplatz das spannendste Bild. Manchmal liegt die Geschichte in einem besonderen Auftrag, einem ungewöhnlichen Kunden oder einem Projekt, das zeigt, welchen Beitrag Kreative für andere Branchen leisten.
Vielleicht arbeitet ihr für ein Museum, einen Industriebetrieb, eine soziale Einrichtung, eine Kommune, ein Festival, eine Schule, ein Start-up oder einen Handwerksbetrieb. Auch solche Geschichten interessieren uns ausdrücklich.
Kunden, Auftraggeber, Projektpartner oder Projektorte dürfen nur genannt, gezeigt oder fotografiert werden, wenn die entsprechenden Einwilligungen vorliegen oder vor einer Veröffentlichung eingeholt werden können. Die KulturGilde veröffentlicht keine vertraulichen Informationen und keine Kundennamen ohne Zustimmung.
Aus einem Besuchsanlass kann auch eine Einreichung werden
Manchmal zeigt ein ungewöhnlicher Ortstermin nicht nur ein politisches Problem, sondern auch eine Idee: einen Prototyp, ein neues Verfahren, ein kreatives Produkt, ein ungewöhnliches Spiel, ein digitales Werkzeug, eine technische Anwendung oder eine Lösung, die aus der Praxis heraus entstanden ist.
Gerade in der Kultur- und Kreativwirtschaft entstehen viele Innovationen nicht im Forschungslabor, sondern in Werkstätten, Studios, Agenturen, Ateliers und Kundenprojekten. Wenn dein Vorschlag auch Erfindergeist, Innovation oder besonderes Entwicklungspotenzial zeigt, kann der Peter-Henlein-Preis interessant sein.
Die KulturGilde prüft bei passenden Vorschlägen gerne, ob neben einem politischen Ortstermin auch eine Einreichung oder Kontaktaufnahme im Umfeld des Peter-Henlein-Preises sinnvoll sein könnte.
Der Besuch soll ein Thema sichtbar machen
Jeder Ortstermin braucht mehr als ein gutes Bild. Er braucht ein Thema. Die Besuche sollen zeigen, was Kreativwirtschaft leistet – und welche politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Kreative, Selbstständige und kleine Unternehmen heute beschäftigen.
Verspätete oder ausbleibende Zahlungen
Schwankende Einnahmen und fehlende Planungssicherheit
Steigende Mieten für Ateliers, Studios, Proberäume
Probleme mit der Künstlersozialkasse
Statusfragen und soziale Absicherung
Bürokratie bei Förderprogrammen
Schwieriger Zugang zu öffentlichen Aufträgen
Scheinselbstständigkeit und Statusunsicherheit
Fehlende Sichtbarkeit in Wirtschaftsförderung und Politik
Fehlende Räume für Kultur- und Kreativarbeit
Fehlende Investitions- und Innovationsförderung
Dabei geht es nicht darum, zu klagen. Es geht darum, Politik und Öffentlichkeit konkrete Einblicke zu geben: Was funktioniert? Was bremst? Was müsste sich ändern?
Was passiert nach dem Vorschlag?
Nach der Einreichung prüft die KulturGilde, welche Geschichten, Orte, Projekte und Themen sich besonders gut für einen Vor-Ort-Besuch, ein Gespräch oder eine politische Einbindung eignen. Wir melden uns anschließend persönlich zurück.
Kurzes Vorgespräch zur Geschichte, zum Projekt und zu möglichen Themen
Prüfung, ob der Ort oder das Projekt pressewirksam und politisch anschlussfähig ist
Prüfung, ob ein Bezug zum Peter-Henlein-Preis bestehen könnte
Abstimmung, ob ein politischer Gast sinnvoll eingebunden werden kann
Vor-Ort-Besuch mit Gespräch, Fotos und gegebenenfalls kurzen Video-Statements
Veröffentlichung eines Beitrags auf kulturgilde.de
Begleitende Kommunikation über Social Media
Bei geeigneten Themen: Pressehinweis oder Pressemitteilung
Eine Einreichung garantiert keinen Besuch, Pressebeitrag oder Bezug zum Peter-Henlein-Preis. Sie ist aber der erste Schritt, um Teil der Reihe zu werden.
Warum sich ein Vorschlag lohnt
Wer einen starken Besuchsanlass vorschlägt, hilft nicht nur dem eigenen Projekt. Jede gute Geschichte stärkt die Sichtbarkeit der gesamten Kultur- und Kreativwirtschaft in Bayern.
Die eigene Arbeit sichtbarer machen
Politische Entscheidungsträger auf konkrete Probleme aufmerksam machen
Teil einer größeren Kampagne für die Kreativwirtschaft werden
Neue Kontakte zu Politik, Verwaltung, Presse und anderen Kreativen knüpfen
Zeigen, welche wirtschaftliche Bedeutung kreative Arbeit hat
Mögliche Innovations- oder Erfindergeist-Potenziale sichtbar machen
Dazu beitragen, dass Kreativwirtschaft als ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor gilt
Zeig uns den Ort, an dem Politik Kreativwirtschaft verstehen kann.
Besuchsanlass vorschlagenAuch im ländlichen Raum: Das Format eignet sich ausdrücklich auch für Unternehmensbesuche und Praxisfragen abseits der großen Städte – etwa dort, wo Kreativunternehmen den Mittelstand bei Produktentwicklung, Digitalisierung oder Unternehmensnachfolge unterstützen. Mehr dazu in der Position „Ländliche Räume brauchen kreative Wertschöpfung".
Gemeinsam mehr sichtbar machen
Die Aktion ist offen für alle. Eine Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung – aber eine einfache Möglichkeit, die politische Sichtbarkeit der Kreativwirtschaft dauerhaft zu stärken. Die Mitgliedschaft in der KulturGilde ist kostenfrei.
Besuchsanlass vorschlagen
Du hast einen ungewöhnlichen Ort, ein starkes Projekt, ein spannendes Kundenbeispiel, eine kreative Idee oder ein konkretes politisches Problem aus der Kultur- und Kreativwirtschaft in Bayern? Der Vorschlag sollte sichtbar, erzählbar und pressegeeignet sein.
