PressemitteilungNeuKulturpolitik Bayern14. Juli 2026

KulturGilde: Kulturstaat Bayern braucht Kulturwirtschaft

Museumsoffensive des Freistaats muss Kreativunternehmen und Selbstständige von Anfang an einbeziehen

Die KulturGilde begrüßt die Investitionen des Freistaats Bayern in Museen, Theater und kulturelle Infrastruktur. Der Verband fordert jedoch, auch Kreativunternehmen und Selbstständige systematisch in die bayerische Kulturpolitik und die geplante Museumsoffensive einzubeziehen.

Nürnberg, 14. Juli 2026

Roland Weiniger, Vorsitzender der KulturGilde

„Ein Kulturstaat besteht nicht nur aus Gebäuden und Institutionen. Er braucht auch die Selbstständigen, Studios, Agenturen und kleinen Unternehmen, die Ausstellungen gestalten, digitale Angebote entwickeln, Veranstaltungen produzieren und neue Zielgruppen erreichen."

Die KulturGilde begrüßt die im aktuellen Bericht aus der Kabinettssitzung angekündigten Investitionen des Freistaats Bayern in Museen, Theater und kulturelle Infrastruktur. Gleichzeitig fordert der Verband, die Kultur- und Kreativwirtschaft stärker in die bayerische Kulturpolitik und die geplante Museumsoffensive einzubeziehen.

Die Bayerische Staatsregierung will ihre staatliche Museumslandschaft grundlegend weiterentwickeln und Museen international sichtbarer, leistungsfähiger und attraktiver für neue Zielgruppen machen. Aus Sicht der KulturGilde kann dies nur gelingen, wenn Kompetenzen aus Ausstellungsgestaltung, Museumsmarketing, Games, digitalen Medien, Film, Design und Vermittlung frühzeitig einbezogen werden.

„Kreativunternehmen dürfen nicht erst gerufen werden, wenn ein fertiges Konzept beworben werden soll. Sie müssen als Entwicklungspartner beteiligt werden. Bayerische Kulturpolitik ist auch Wirtschafts- und Mittelstandspolitik."

— Roland Weiniger, Vorsitzender der KulturGilde

Die KulturGilde fordert zudem faire Vergabeverfahren, vergütete Konzeptleistungen und niedrigschwellige Innovationsbudgets für kleinere Museen und Kultureinrichtungen in Bayern. Kleine, kommunale, private und vereinsgetragene Museen müssen von der Museumsoffensive ebenfalls profitieren können.

Die vollständige politische Position „Kulturstaat Bayern braucht Kulturwirtschaft" ist auf der Webseite der KulturGilde abrufbar.

Ausführliche Position

Kulturstaat Bayern braucht Kulturwirtschaft

Mit sieben konkreten Forderungen an die Bayerische Staatsregierung sowie dem Dialogangebot der KulturGilde.

Position lesen

Über die KulturGilde

Die KulturGilde ist ein Verband der Kultur- und Kreativwirtschaft. Sie vertritt die Interessen von Kreativen, Kulturschaffenden, Freiberufler:innen, Solo-Selbstständigen, kleinen Unternehmen und Netzwerken der Branche. Ziel der KulturGilde ist es, die Kultur- und Kreativwirtschaft als wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Faktor sichtbar zu machen und bessere Rahmenbedingungen für kreative Arbeit, Innovation und Selbstständigkeit zu erreichen.

Quelle und Anlass

Bayerische Staatskanzlei: „Bericht aus der Kabinettssitzung", 14. Juli 2026, Pressemitteilung Nr. 190. Die Pressemitteilung der KulturGilde bezieht sich insbesondere auf die Aussagen zum Kulturstaat Bayern und zur angekündigten Museumsoffensive.

Pressekontakt

Presseanfragen und Hintergrundgespräche

Roland Weiniger, Vorsitzender der KulturGilde, steht für Interviews, O-Töne und Hintergrundgespräche zur Verfügung.

KulturGilde e.V. · Roland Weiniger · roland.weiniger@kulturgilde.de · Tel. 017656773291 · www.kulturgilde.de