Wissenschaftliche Anerkennung ist für Netzwerke der Kultur- und Kreativwirtschaft selten. Umso bemerkenswerter ist es, wenn eine Fraunhofer-Fallstudie ein solches Netzwerk als Best Practice beschreibt.
Genau das ist der Spectacle Society widerfahren, einem Kreativnetz im Umfeld der KulturGilde, das aus dem Nürnberger Netzwerk MAHO – Museen, Archive und Historische Orte – hervorgegangen ist. Untersucht wurde die Spectacle Society als Beispiel für ein besonderes Geschäfts- und Netzwerkmodell der Kultur- und Kreativwirtschaft.
Zusammenarbeit über Teilbranchen hinweg
Im Zentrum der Fallstudie steht ein Befund, der auch für die KulturGilde zentral ist: Erfolgreiche kreative Projekte entstehen selten in einer einzigen Disziplin. Bei der Spectacle Society arbeiten Theater, Games, Design, Dramaturgie, Medien, Technik und Kulturvermittlung zusammen, um immersive und interaktive Formate zu entwickeln. Kein einzelnes Gewerk dominiert – stattdessen entsteht Wertschöpfung gerade an den Schnittstellen unterschiedlicher kreativer Kompetenzen.
Warum das für die KulturGilde relevant ist
Für die KulturGilde bestätigt diese Fallstudie einen Grundgedanken, der auch andere Kreativnetze wie MAHO prägt: Kreativwirtschaft funktioniert oft dann am besten, wenn unterschiedliche Teilbranchen gemeinsam an einem Thema arbeiten, statt nebeneinander zu agieren. Die wissenschaftliche Einordnung durch Fraunhofer macht sichtbar, dass solche Netzwerkmodelle nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich tragfähig sein können.



