Architekturmarkt | Architektur, Innenarchitektur und Stadtplanung
Offizieller Teilmarkt · Kultur- und Kreativwirtschaft

Architekturmarkt

Räume gestalten heißt Gesellschaft, Stadt und Zukunft gestalten.

Der Architekturmarkt umfasst wirtschaftliche Tätigkeiten rund um Entwurf, Planung, Gestaltung und Weiterentwicklung gebauter Räume: Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, Raumkonzepte, Umbau, Denkmalkontext, Baukultur und Visualisierung.

Architektur ist die Kreativwirtschaft, die alle anderen umschließt. Sie gestaltet die Räume, in denen Menschen leben, arbeiten, lernen, schlafen, feiern und sich begegnen. Kein anderes kreatives Feld hat so direkte und dauerhafte Auswirkungen auf das tägliche Leben.

Architektur ist sowohl Kulturleistung als auch Wirtschaftsleistung. Sie prägt Lebensqualität, Stadtbild, Klimaanpassung, Arbeitswelten, Innenstädte, Quartiere, Tourismus und kulturelles Erbe.

Der Architekturmarkt umfasst weit mehr als Hochbau und Wohngebäude: Innenarchitektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Denkmalpflege, Baukulturentwicklung, Raumkonzepte für Handel und Gastronomie, Ausstellungsarchitektur und temporäre Bauwerke gehören ebenso dazu.

Kennzahlen Architekturmarkt 2023

Stand 2023·Quelle: Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2024 (BMWE)

Unternehmen

34.580

Umsatz

14,558 Mrd. €

Erwerbstätige insgesamt

182.120

sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

107.230

geringfügig Beschäftigte

19.260

Mini-Selbstständige

21.050

Aktuellste bundesweit vergleichbare Teilmarkt-Datenbasis der Kultur- und Kreativwirtschaft. Werte gerundet; bei Teilmärkten können Doppelzählungen auftreten.

Typische Akteur:innen

Architekt:innenInnenarchitekt:innenStadtplaner:innenLandschaftsarchitekt:innenPlanungsbürosBaukultur-Akteur:innenVisualisierer:innenRaumkonzeptentwickler:innenAusstellungsgestalter:innen an der Schnittstelle zu ArchitekturKreativquartier-Entwickler:innen

Architektur als Schnittstelle von Gestaltung und Gesellschaft

Architektur ist nicht politisch neutral. Wer baut was, wo und für wen – das sind gesellschaftliche Fragen. Stadtentwicklung, soziale Durchmischung, Barrierefreiheit, Klimaanpassung, Flächengerechtigkeit: All das ist auch Architektur.

Gleichzeitig ist Architektur ein Wirtschaftsbereich mit eigenen Strukturen: Planungsbüros arbeiten mit Wettbewerben, Ausschreibungen, Normen und Haftungsfragen. Die meisten Büros sind klein – viele Architekt:innen arbeiten solo oder in kleinen Teams.

Stadtentwicklung, Lebensqualität und Nachhaltigkeit

Wie eine Stadt gebaut ist, bestimmt, wie sie sich anfühlt. Dichte oder Weitläufigkeit, Grünflächen oder Parkplätze, Lebendigkeit oder Leerstand – all das sind Ergebnisse von Planungsentscheidungen, in denen kreative Kompetenz entscheidend ist.

Nachhaltigkeit ist das dominierende Thema der kommenden Jahre: Bestand nutzen statt neu bauen, Energie sparen, Materialkreisläufe schließen, klimaresistente Stadtquartiere entwickeln. Umbaukultur statt Abriss verändert die Aufgaben von Architekt:innen grundlegend.

Verbindung zu kulturellem Erbe und Quartiersentwicklung

Historische Orte brauchen architektonische Kompetenz zur Bewahrung und Neunutzung. Denkmalschutz und neue Nutzungskonzepte sind oft Gegensätze, die Architekt:innen kreativ überbrücken müssen.

Die KulturGilde verbindet Architektur mit Themen wie Kulturelles Erbe (MAHO), Quartiersentwicklung (Quartiersfunding Essen), Zukunftskonferenz Zirndorf und Kreativräumen. Gerade an der Schnittstelle von Raum, Kultur, Wirtschaft und Stadtgesellschaft entstehen wichtige Zukunftsfragen.

KulturGilde-Perspektive

Die KulturGilde verbindet Architektur mit Stadtentwicklung, Kreativräumen, Zwischennutzung, kulturellem Erbe und Beteiligung. Gerade an der Schnittstelle von Raum, Kultur, Wirtschaft und Stadtgesellschaft entstehen wichtige Zukunftsfragen – und hier können kreative Architekt:innen und Planer:innen einen wichtigen Beitrag leisten.

Herausforderungen der Branche

Was Akteure dieser Teilbranche heute bewegt – und warum politische und wirtschaftliche Unterstützung wichtig ist.

Baukosten und Finanzierung

Massiv gestiegene Materialpreise und Baukosten machen viele Projekte unwirtschaftlich – besonders für kulturelle und soziale Nutzungen.

Genehmigungsverfahren

Lange Planungs- und Genehmigungsverfahren bremsen Projekte aus und erhöhen Kosten.

Umbaukultur statt Abriss

Die klimapolitisch nötige Transformation zu Umbau und Weiternutzung statt Neubau ist für viele Büros und Auftraggeber noch neu.

Denkmalschutz und Nutzung

Historische Gebäude zu erhalten und gleichzeitig nutzbar zu machen, erfordert kreative Lösungen und oft aufwändige Abstimmungen.

Honorar- und Wettbewerbslogiken

Die HOAI regelt Honorare – aber viele Architekt:innen arbeiten unter den Richtwerten. Wettbewerbe sind aufwändig und oft unbezahlt.

Kleine Büros unter Druck

Kleinere Architekturbüros sind wirtschaftlich besonders anfällig für Kostensteigerungen und Projektverzögerungen.

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Wie sieht es in Ihrer Praxis aus?

Wie wirken sich gestiegene Baukosten, lange Genehmigungsverfahren oder Honorarlogiken unterhalb der HOAI-Richtwerte auf Ihr Büro aus?

Drei Stichpunkte genügen. Auf Wunsch formulieren wir daraus ein kurzes Zitat oder Praxisbeispiel und legen es Ihnen vor einer Veröffentlichung zur Freigabe vor.

Aufwand: etwa zwei bis fünf MinutenKeine Mitgliedschaft erforderlichKeine automatische VeröffentlichungVertrauliche Nutzung möglichAuf Wunsch mit Unternehmenslink

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Häufige Fragen

Antworten zu dieser Teilbranche der Kreativwirtschaft.

Quellen und Datengrundlage

Die Kennzahlen zu Unternehmen, Umsatz und Erwerbstätigen stammen aus dem Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (Bezugsjahr 2023). Die Werte sind gerundet; bei Teilmärkten können Doppelzählungen auftreten.

  • BMWE / Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2024
  • BMWE / Die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft