Pressemarkt | Journalismus, Verlage und publizistische Kreativwirtschaft
Offizieller Teilmarkt · Kultur- und Kreativwirtschaft

Pressemarkt

Journalismus, Redaktion und publizistische Arbeit als Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Der Pressemarkt umfasst wirtschaftliche Tätigkeiten rund um Journalismus, redaktionelle Inhalte, Zeitungen, Zeitschriften, Magazine, Fachmedien, Online-Medien, Fotografie, freie Autor:innen, Redaktion, Verlage und publizistische Dienstleistungen.

Freie Presse ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist eine gesellschaftliche Errungenschaft, die täglich neu erkämpft werden muss – durch Journalist:innen, Redakteur:innen, Verleger:innen, Fotograf:innen und all die anderen, die Informationen beschaffen, prüfen, einordnen und verbreiten.

Der Pressemarkt ist gleichzeitig Kreativwirtschaft und demokratische Infrastruktur. Mit 26,159 Mrd. Euro Umsatz und 202.990 Erwerbstätigen ist er einer der größten Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Für die KulturGilde hat die Presse eine besondere Doppelrolle: Sie ist wichtiger Partner für Öffentlichkeit, Recherche und Einordnung – und zugleich selbst Teil der Branche, deren wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen sichtbar gemacht werden müssen.

Kennzahlen Pressemarkt 2023

Stand 2023·Quelle: Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2024 (BMWE)

Unternehmen

26.080

Umsatz

26,159 Mrd. €

Erwerbstätige insgesamt

202.990

sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

96.010

geringfügig Beschäftigte

47.660

Mini-Selbstständige

33.230

Aktuellste bundesweit vergleichbare Teilmarkt-Datenbasis der Kultur- und Kreativwirtschaft. Werte gerundet; bei Teilmärkten können Doppelzählungen auftreten.

Typische Akteur:innen

Journalist:innenfreie Autor:innenRedakteur:innenFotograf:innenPresseverlageMagazineFachmedienOnline-PortaleContent-RedaktionenLektorateBildredaktionenpublizistische Dienstleister

Presse als demokratische Infrastruktur

Journalismus schafft Öffentlichkeit. Er recherchiert Missstände, erklärt Zusammenhänge, bildet ab, was passiert – und macht es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Ohne diesen Prozess gibt es keine informierte Demokratie.

Die Finanzierung dieses Prozesses ist zunehmend schwierig: Print verliert Auflagen, Werbeumsätze wandern zu Plattformen, und das Publikum ist bereit, für Inhalte immer weniger zu zahlen. Das bedroht vor allem kleinere Redaktionen und freie Journalist:innen.

Print, Online, Fachmedien und Lokaljournalismus

Printmedien verlieren Auflagen, aber nicht Relevanz. Guter Lokaljournalismus ist in vielen Regionen unverzichtbar – und steht gleichzeitig unter existenziellem Druck. Fachmedien funktionieren oft besser als allgemeine Medien, weil sie klare Zielgruppen haben.

Online-Medien haben neue Möglichkeiten geschaffen – und neue Probleme: Klickjournalismus, Werbefinanzierung über fragwürdige Plattformen und die schwierige Frage, wie seriöser Journalismus nachhaltig finanziert werden soll.

Die besondere Rolle der Presse für die KulturGilde

Für die KulturGilde ist Presse einerseits Adressat der Öffentlichkeitsarbeit: Pressemitteilungen, Interviews, Hintergrundgespräche. Andererseits sind Journalist:innen, Redaktionen, Verlage, Fotograf:innen und Medienunternehmen selbst Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Deshalb lädt die KulturGilde Medienakteure ein, nicht nur über Kreativwirtschaft zu berichten, sondern sich auch als Teilbranche einzubringen – als Teil eines Verbands, der ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen mit vertritt.

KulturGilde-Perspektive

Freie Dozent:innen für Journalismus, Schreiben, Podcasting, Video, Fotografie und Medienkompetenz tragen zur Professionalisierung der Medien- und Kommunikationsbranche bei. Mehr dazu auf der Seite Kreative Bildung & freie Dozent:innen der KulturGilde. – Für die KulturGilde ist Presse einerseits Adressat der Öffentlichkeitsarbeit. Andererseits sind Journalist:innen, Redaktionen, Verlage, Fotograf:innen und Medienunternehmen selbst Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft. Deshalb lädt die KulturGilde Medienakteure ein, nicht nur über Kreativwirtschaft zu berichten, sondern sich auch als Teilbranche einzubringen.

Herausforderungen der Branche

Was Akteure dieser Teilbranche heute bewegt – und warum politische und wirtschaftliche Unterstützung wichtig ist.

Finanzierung journalistischer Arbeit

Wie sich seriöser Journalismus nachhaltig finanziert, ist eine der offenen Grundfragen der Branche.

Sinkende Printauflagen und Plattformabhängigkeit

Printmedien verlieren Auflagen. Werbeumsätze wandern zu Facebook, Google und anderen Plattformen.

Honorare freier Journalist:innen

Zeilenhonorare stagnieren seit Jahrzehnten. Freie Journalist:innen verdienen oft zu wenig für die geleistete Arbeit.

KI-generierte Inhalte

Automatisch generierte Texte, synthetische Bilder und Deepfakes destabilisieren Vertrauen und Arbeitsmarkt.

Lokaljournalismus

Viele Regionen verlieren ihre Lokalredaktionen. Das schwächt demokratische Öffentlichkeit auf Gemeindeebene.

Pressefreiheit und wirtschaftlicher Druck

Wirtschaftlicher Druck und Eigentümerkonzentration können redaktionelle Unabhängigkeit gefährden.

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Häufige Fragen

Antworten zu dieser Teilbranche der Kreativwirtschaft.

Quellen und Datengrundlage

Die Kennzahlen zu Unternehmen, Umsatz und Erwerbstätigen stammen aus dem Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (Bezugsjahr 2023). Die Werte sind gerundet; bei Teilmärkten können Doppelzählungen auftreten.

  • BMWE / Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2024
  • BMWE / Die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft